• Donnerstag, 4. März 2010
    Personalsorgen vor dem Heimspiel gegen Nördlingen - Aktion "Laminat ist keine Lösung" startet

    Läuft er Samstag heiß? Tyler Kepkay.
    Ungünstiger könnte die Vorbereitung auf das vielleicht vorentscheidende Match im Abstiegskampf der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gar nicht laufen. Am Samstagabend empfangen die ETB Wohnbau Baskets um 19.30 Uhr zum „Spiel der Stadtwerke Essen“ die Giants Nördlingen. Bei einem Sieg könnte der ETB einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen, allerdings ist zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht wirklich klar, wer am Samstagabend für die Wohnbau Baskets auflaufen kann: Neben den Langzeitverletzten Mirko Anastasov, Milan Obradovic und Rouven Lopez mussten unter der Woche mit Kevin Kern (Grippe), Dario Fiorentino (Magen-Darm-Grippe), Gerrit Terdenge (Rückenprobleme) und Keonta Howell (Kapselverletzung im Fuß). „An ein normales Training war überhaupt nicht zu denken. Viel schwieriger kann eine Woche gar nicht laufen“, stöhnte ETB-Coach Igor Krizanovic.
     
    Während Kern, Fiorentino und Terdenge am Samstag gegen Nördlingen wahrscheinlich wieder auflaufen können, kommt ein Einsatz für Keonta Howell noch zu früh. Der US-Profi hatte sich beim 83:80 Auswärtserfolg in Kirchheim am Knöchel verletzt, seit Montag arbeitet die medizinische Abteilung um Mannschaftsarzt Dr. Martin Mosen fieberhaft an einem zeitnahen Comeback. „Die Verletzung ist zwar bei weitem nicht so schwer, wie es zunächst aussah, doch am Wochenende wird er nach menschlichem Ermessen nicht auflaufen können“, erklärt Dr. Martin Mosen.
     
    Damit es am Ende vielleicht doch zum dritten Heimsieg der Saison langt, setzt Cheftrainer Igor Krizanovic auf das Team, das auch (fast) ohne Howell in Kirchheim kämpferisch restlos überzeugt hat. „Die Stimmung ist trotz der personell schwierigen Lage richtig gut. Die Jungs sind heiß, glauben an ihre Chance“, berichtet Sportdirektor Markus Horn. Dazu hoffen die Wohnbau Baskets auf eine entsprechend gute Kulisse. „Unsere Fans wissen, dass es jetzt um sehr viel geht“, so Geschäftsführer Dr. Jan Teigelack.
     
    Als offizieller Spieltagssponsor legen sich die Stadtwerke Essen wieder einmal mächtig ins Zeug, damit das Rahmenprogramm gegen Nördlingen noch bunter und unterhaltsamer wird. So wird für kleine Besucher eine Luftballonstation aufgebaut, Stadtwerke-Maskottchen Karlo unterstützt die ETB-Maskottchen Heinz und Herr Webär bei ihrer stimmungsvollen Fanarbeit auf der Tribüne, dazu stiften die Stadtwerke Essen gleich mehrere hochkarätige Preise für die offizielle „Parkett-Tombola“.
     
    Da in der kommenden Saison für alle Teams in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A ein Parkettboden als Spielfläche vorgeschrieben ist, starten die Wohnbau Baskets mit dem Heimspiel gegen Nördlingen ihre Aktivitäten, um die Finanzierung möglichst frühzeitig perfekt zu machen. „Die Kosten belaufen sich auf 60.000 bis 70.000 Euro. Wir führen zur Zeit viele Gespräche mit Sponsoren und Partnern und es sieht insgesamt gut aus, dass wir das Projekt realisieren können. Allerdings hoffen wir da auch auf die Unterstützung der Fans“, berichtet Dr. Jan Teigelack.
     
     
    So können Fans beim Heimspiel gegen Nördlingen für 2 Euro ein Los für die offizielle Parkett-Tombola erwerben: Dort gibt es attraktive Preise nicht nur von den Stadtwerken Essen (z.B. Kaffee-Vollautomat, Bohrmaschine), auch die ETB-Partner Stauder, Joe´s Superbowling, das Cinemaxx und Gastropartner N.Y.C. haben attraktive Sachpreise und Gutscheine zur Verfügung gestellt. „Ein dickes Dankeschön an alle, die sich kurzfristig dazu bereit erklären haben, diese Sache zu unterstützen“, sagt Dr. Jan Teigelack.
     
    Darüber hinaus können Besucher am Fanshop und an den Wertmarkenshops für 1 Euro den Solidaritätsbutton „Laminat ist keine Lösung“ erwerben. Wer die Wohnbau Baskets etwas intensiver unterstützen möchte: Für 100 Euro können sogenannte Parkett-Patenschaften übernommen werden. Dafür gibt es eine namentliche Nennung auf der offiziellen Internetseite der Wohnbau Baskets, der Name des Spenders wird per Aufkleber am Parkettrand angebracht und es gibt zwei Ehrenkarten für das erste Spiel auf Parkett in der Saison 2010/2011. Anträge für die Parkett-Patenschaften gibt es – genau wie die Solidaritätsbuttons – am Fanshop beim Heimspiel gegen Nördlingen.
     
    Ein großer Erfolg war auch das Sparda Bank West Special Olympics Camp am Dienstag in der Ballsporthalle am Hallo. Zum insgesamt dritten Mal trainierten die Profis der ETB Wohnbau Baskets einen kompletten Tag mit geistig behinderten Sportlern aus ganz NRW. „Die Resonanz auf das tolle Camp wird immer größer. Ein dickes Lob an die Organisation durch den ETB“, zog Heinz-Werner Schmunz, Basketballkoordinator von Special Olympics NRW ein zufriedenes Fazit. Und auch Matthias Seeger, Vertriebsleiter der Sparda Bank West in Essen, war vom Camp begeistert: „Die tolle Stimmung, das integrative Miteinander von behinderten und nicht-behinderten Sportlern zeigt uns als Sparda Bank West, wie wichtig es ist, solche Aktionen zu unterstützen.“
     
    Am Mittwoch stand für die Wohnbau Baskets zwischen Mittags- und Abendtraining auch noch ein Schulbesuch im Rahmen des ktpBKK-Schulprojekts an. So besuchten Profis der Wohnbau Baskets die Franz-Dinnendahl-Realschule in Kray und absolvierten mit den Schülern ein gemeinsames Training. Selbstverständlich erhielten die Schüler auch eine Einladung für das wichtige Heimspiel am Samstag gegen die Giants Nördlingen.
     

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